Deutsch

Diese Unterseite befasst sich mit einigen ausgewählten Spezialitäten der deutschen Sprache.

Zum Beispiel geht's um die Verwendung des "Eszett", oder ob man nicht lieber "ss" schreibt ...

Das s, ss oder ß


Das große Eszett

Seit Juni 2017 ist es offiziell in der amtlichen deutschen Rechtschreibung angekommen, das große Eszett.

Man stelle sich vor – ein Mann heißt Kießling. Im Pass steht dann vielleicht jetzt noch KIESSLING. Das geht ja eigentlich gar nicht, denn dann sagen alle zu dem armen, geplagten Mann: Herr Kissling! Und Kissling klingt wie kiss, und to kiss ist englisch (und heißt: küssen). Und Ihr wisst schon, worauf ich jetzt hinauswill: Irgendwann wird der arme Mann noch von wildfremden Menschen geküsst! Das geht ja eigent­lich gar nicht. Also – um dieses armen, geplagten Mannes willen wurde das große ẞ (das große Eszett) erfunden und eingeführt. Stimmt’s? Und im modernen Pass steht nun irgendwann: FRITZ KIEẞLING. Eigentlich würde ich jetzt gerne noch anmerken, dass man in den Wortlaut des Dokumentes Pass ja auch Kleinbuchstaben mit einfließen lassen könnte ...


Jetzt aber im Ernst: Man benutzt das große "neue" Eszett meines Erachtens nur, wenn man in Versalien (das sind Großbuchstaben) schreibt und wenn an der betreffenden Stelle nach der heutigen Rechtschreibung ein "ß" steht, falls man das Wort in Kleinbuchstaben schon mal gesehen hat.


Vielleicht ist man sich ja noch nicht ganz klar oder sicher, wie das große Eszett aussehen soll ... Obwohl es das hier angesprochene Eszett ja auf der Computer-Tastatur schon gibt: Es geht mit AltGr-Shift-ß.


Euphemismus & Co.



Deutsch im weiteren Sinne: "Jesus"

Wie dekliniert man "Jesus Christus"? Es ist ein bisschen kompliziert, weil die Worte aus dem Lateinischen und aus dem Griechischen kommen. Also:

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 Jesus Christus  Nominativ
Jesus Christi Genitiv
Jesu Christo Dativ
Jesum Christum Akkusativ
Jesu Christo Ablativ
Jesu Christe Vokativ

Weiterführende Links: