Ausführlich

Über mich - jetzt ausführlich!

Ich bin in Hannover geboren und aufgewachsen.

Es war im April 1963. Ich war 6 Jahre alt und kam in die Schule. Die Versetzungszeugnisse gab es damals im April. Irgendwann danach wurden wegen einer Umstellung auf Sommer­zeugnisse die so genannten Kurzschuljahre eingeführt. Zwei Jahre wurden in eine erheblich kürzere Zeit gepfercht: Das Schuljahr 1966 dauerte vom 1. April bis zum 1. Dezember, es folgte das Schuljahr 66/67 bis zum 31. Juli 1967. So kam es, dass man mir riet, ein fünftes Schuljahr mehr auf die Grundschule zu gehen. Was ich auch wahrnahm. Das war aber eher schlecht für mich, glaube ich heute. Die Schule wurde für mich langweilig.

Rechenkästen
Rechenkästen

Als ich nun so etwa vier Jahre in der Grundschule war, konnte ich die vielen Rechenkästen nicht mehr sehen, weil sie mir langweilig waren. Nur wegen dieser Rechenkästen bekam ich eine schlechte Note in Mathe (eine 4, glaube ich). Die schwereren Mathematik-Aufgaben mit dem "Raben" und manche Mathe-Textaufgaben mochte ich dagegen sehr gerne! Und das Ende vom Lied war: Ich bekam eine schlechte Zensur - eine 4 - in diesem 5. Schuljahr (weil Frau Niemeyer uns Kindern immer die blöden Rechenkästen aufgab).

Die Rektorin der Grundschule Frau Schwarzfeldt war, als es mal wieder um mich ging, so weise, in einem Gespräch mit meinen Eltern den Besuch des Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums in Hannover-Zoo zu erwägen. - Das Kaiser-Wilhelm-Gymnasium war zu dem damaligen Zeitpunkt ein reines Jungengymnasium und hatte einen guten Ruf.

Meine Eltern gingen zum Glück zu einer Vorstellungs-Veranstaltung des Direktors Drigalsky in dem eben erwähnten Gymnasium. (Mein Vater war auch ein "Gymnasium-Geher".) Dieser Herr Drigalsky sagte am Anfang seines Vortrages, dass es gut wäre, wenn man gut in Mathe ist. Meine Eltern bekamen einen Schreck! - Natürlich mussten sie später im Gespräch sagen, dass ich ein bisschen schlecht in Mathe war. Er, der "Direx", sagte am Ende des Gesprächs: "Schicken Se uns den Jungen!" - Das ermutigt mich heute noch.

Auf dem Kaiser-Wilhelm-Gymnasium ab 1967 - Jungensgymnasium, beginnende "Koedukation" mit zwei Mädchen - lernte ich Lateinisch und dann Griechisch, welche gut für das Lernen sein sollten (sagte man). Also, ich will mal so sagen: Latein ist ja nicht gleich schlecht. Und ich war zu Anfang gut in Mathe, Latein und Griechisch. Und alles zusammen hätte mir wahrscheinlich auch schon geholfen, Informatik zu begreifen, vielleicht. Ich lernte Griechisch und Latein, aber erst in zweiter "Linie" Englisch.

Rück­blickend macht mir das heute fast nichts mehr aus, dass ich nicht so viel Englisch lernte damals in meiner Schulzeit. Denn ich hatte später im Leben ziemlich viel Gelegenheit, amerikanisches Englisch zu hören und zu sprechen. Es war nämlich so, dass ich bald nach meinem Abitur unter Amerikanern war, und das nicht zu knapp. Ich war in Wolfenbüttel ein Jahr unter netten Amerikanern (1976, 1977), und ich durfte in den USA sein, was auch sehr schön und interessant war (1984). Dass ich englische Wörter kann, kommt mir heute zugute, weil ich auch jetzt noch viel "Computerkram" - vielfach bei YouTube - auf Englisch höre und sehe (und lese). Ich kann die Englischkenntnisse jetzt gut nutzen.

Beim Stichwort "Griechisch" fällt mir nur ein, dass unsere Schulheizung (im Gymnasium) einmal ausfiel. Es war kalt im Raum, vielleicht war ja gerade Winter. Ich musste "rechts" griechische Sachen schreiben; und weil mir ziemlich kalt war, zog ich auf die linke Hand einen Handschuh.


Meine Computer-Ära

Ich erinnere mich an meine ersten Erfahrungen mit "Computerschränken" in Hannover. Es war während meines Zivildienstes, den ich September 1982 bis Dezember 1983 in der MHH absolvierte. Ich durfte im Zivildienst zuerst EKGs schreiben, dann Röntgenapparate bedienen und richtig röntgen. Es gab schon lange Großcomputer. Mit der EDV-Anlage in dem Krankenhaus MHH in Hannover machte man so einiges. Unter anderem auch Dinge des Krankenhausalltags automatisieren; das Essen für das "Bettenhaus" und die anderen stationär zu Behandelnden organisieren; Dokumentation von Therapien und Operationen; Statistik. Man versuchte nun auch, EKGs automatisch auszuwerten und zu lesen wie ein Arzt. Das ging auch. Aber das mit den EKGs war anfangs nur ein Versuch, wurde aber immer besser.

Ich hatte damit zu tun. Denn ich schrieb EKGs, und ein Gerät schrieb für den Computer auf tellergroße Magnet­bänder mit. Und später wurde alles in den Computer eingelesen. Und ein Programm wertete die EKGs aus. Der Fachbegriff heißt: befunden. Ein Arzt macht einen Befund. Aber was der Arzt kann, kann in gewissem Sinne auch ein Computer.

Und so war es auch. Es war sehr interessant. Ja, bis März 1983 schrieb ich noch diese EKGs. Ab April bis Dezember 1983 kamen dann Erfahrungen mit Röntgenaufnahmen auf Intensivstationen, also was ganz anderes. Das ist meine Erinnerung an die Medizinische Hochschule in Hannover in den Jahren 1982 und 1983.


1984

Im Januar 1984 ging ich in ein Praktikum, um dieselben Computerschränke in demselben Hause etwas besser kennenzulernen, um vielleicht Informatik zu studieren (Ja, mit dem Gedanken spielte ich, begann dann aber doch gar kein Studium) . Leider war dieses Praktikum sehr kurz, zwei Wochen nur.

Immerhin sah ich dort, dass man mit dem Computer sehr sinnvoll das Essen für 3000 Men­schen zusammenstellte und organisierte. Und auch lernte ich, dass man eigentlich programmieren können müsste, in FORTRAN. Fast alles wurde hier in FORTRAN 77, in Assembler und vielleicht auch in COBOL programmiert.

Damals gab es die Programmiersprachen COBOL und FORTRAN. (Natürlich gab es auch schon Pascal, BASIC und C.) Ich sah, wie ein kleines Spiel - in FORTRAN programmiert - funktionierte. Es war spannend. Ich glaube, das Spiel hieß "Mondlandung". Man konnte leicht eine schlechte Bauchlandung machen. Dann hatte man das Spiel schon verloren. Wenn man gewinnen wollte, brauchte man viel Finger­spitzengefühl!


1985

Seit Januar 1985 lernte ich Elektroniker. Da lernte man Digitaltechnik, was mir später wieder einfallen sollte. In dieser für mich ganz schönen Zeit lernte ich einen EDV-Umschüler kennen. Er sagte zu mir ganz freundlich, ich hätte das Zeug dazu, "Daten­verarbeitungskaufmann" zu werden.

Es begann so richtig computertechnisch erst im Mai 1985. Ich kaufte irgendwo in Essen im Ruhrgebiet einen Commodore 64, welcher damals der meist­gekaufte Home-Computer war. Man konnte an ihn einen Fernseher anschließen, der als Bildschirm diente, was natürlich billiger war, wenn man schon ein TV-Gerät besaß. Ich hatte ein bisschen Spaß an dem nachgebauten Synthesizer "HAPPYSYNTH", an einer für damalige Verhältnisse ausgezeichnet gut gemachten Textverarbeitung ("PrintFox") usw. Aber so richtig machte ich das im ROM eingebaute "Commodore- BASIC" - damals war dies nur inklusive "PEEK" und "POKE" zu haben! Am Anfang schrieb ich recht einfache Pro­gramme (wie etwa ein kleines Bibelquiz) und übte es gerne aus, vorhandene Programme zu verbessern oder zu erweitern. Ich lernte, wie man sich anzeigen lassen kann, was eine Variable so tut (mit PRINT A bzw. PRINT A$). Und ich begann ein ganz bisschen mit C und auch mit Assembler (zwei Programmiersprachen). Ich erinnere mich noch gerne an O-Neill Som, der mir mit C half, weil ihm so etwas leichtfiel. O-Neill schrieb eine kleine Anleitung in C, und ich versuchte nachzu­programmieren. Das war ein bescheidener Anfang mit C. In Assembler lernte ich bestimmte Befehle kennen (LDA = load accu usw.).

Direkt hier oder etwas eher schon machte ich meinen ersten Fernlehrgang. Dieser handelte von Mikroprozessortechnik und Assembler-Grundlagen. Es wurde anhand eines Z80 (ein damals wichtiger Prozessor) ein gewisses Grundgerüst in Assembler (eine wirklich schwere Programmiersprache) vermittelt. An dem Hardware-Modul mit dem lustigen Namen "Mikroprofessor", was ich zugleich erwarb, lernte ich die Basics von Z80-Assembler. Später schrieb ich dieses Z80-Basis-Wissen in 8086 um, was auch sehr nützlich sein könnte.


1989

Es war wohl im Sommer 1989, da holte ich mir für knapp 3000 DM (Mark!) mit der "Ente" (mit meinem roten Auto, damals war ich in Frankfurt) einen richtigen PC, ich meine, bei VOBIS. Er war auf dem Bildschirm schwarz-weiß, und dabei gab es MS-DOS 4.01. Ich lernte bald die MS-DOS Batch-Befehle, .BAT-Dateien schreiben und Stapelverarbeitung.

Zunächst hatte ich 1989 diesen PC (Desktop-PC; auf dem Tisch steht oder liegt er) und darin befindlich ein 5 1/4-Zoll-Diskettenlaufwerk. Das war damals der Standard. (Erst ca. im Jahr 1995 kam in meinem PC ein "vernünftiges" 3 1/2-Zoll-Laufwerk hinzu.)

Ich sah, dass man mit EDLIN und DEBUG schon eine ganze Menge machen konnte. Mit DEBUG lernte ich Assembler und Maschinensprache des 8086. Ich erinnere mich noch an mov, add, jz, jnz, and und so etwas. - Ich machte GW-BASIC und danach Quick-BASIC, welches ich erwarb.

Auch bemerkenswert ist, dass ich "Befehle" des Betriebssystems ändern konnte. Da war zum Beispiel "COPY", welches ich zu dem Zweck umbenannte, damit ich eine eigene Stapeldatei mit dem Namen copy.bat verwenden konnte! - So lernte ich sehr gut und gründlich das Betriebssystem kennen.

In dieser Zeit kaufte ich mir ein "Professional-Paket" C/C++: Turbo C/C++ von Borland. Das war 1990, glaube ich. Und die Programmiersprache C++ begann ich zu lernen mittels eines sehr guten Buchs für Anfänger; C++ sollte ab 1992 etwa mein großes Hobby werden!

1992 - vielleicht auch schon 1991 - befasste ich mich intensiv mit diesem C++. Ich lernte eine ganze Menge dabei (während ich in Emden wohnte). Ich lernte die Operatoren, die Kontrollstrukturen und Funktionen in C++. Ich schrieb kleine Programme, wie zum Beispiel den "Code-Erzeuger" für Master-Mind. Mit C++ kam ich später so weit, dass ich die Klassen bis dahin verstand, dass ich kleine Aufgaben programmieren konnte mit einer Klasse in jedem Programm.

Es wird wohl 1993 gewesen sein. Ich machte im Laufe der Zeit noch einen Fernlehrgang. Der hatte "PC-Grundlagen und Anwendungen" zum Thema. Hier begann ich, die Grundbegriffe der Tabellenkalkulation und des Datenbank-Managements zu erlernen.

Im Laufe der Zeit lernte ich richtig gut zu programmieren, vorwiegend in C++, vorwiegend nur imperativ-prozedural.

So ungefähr im November 1993 erwarb ich 4DOS.COM. Was das ist, fragst du? Das ist ein sehr guter, praktischer und komfortabler Betriebssystem-Zusatz, der gut zu dem, was ich schon hatte - MS-DOS 4.01, passte. Ich konnte mit 4DOS vieles besser machen und das Computer-Leben vereinfachen. In der Beschreibung stand, dass es zu MS-DOS 5 passen würde, aber es lief bei mir auch zufriedenstellend.

Ich bekam erst so im Laufe der Jahre richtiges Interesse, eine sehr umfangreiche 4DOS-Erklärung aus dem Englischen ins Deutsche zu über­setzen. Das machte zusehends Spaß!

Seit Ende 1994 bis ungefähr Ende 1995 ging ich in die Volkshochschule in Emden; ich wohnte ja in der wirklich nicht schönen Stadt Emden. Ich machte mit sehr gutem Erfolg den so genannten EDV-Anwenderpass. Die Inhalte waren dBASE III+ (unter DOS); Grundlagen am PC (z. B.: backup und restore); Word (Wir sagten damals "Winword", vielleicht weil es anders aussah unter Windows 3.1 als unter DOS.); Excel (ja, in dieser Reihenfolge. Ich durfte mit dem Datenbank-Programm beginnen!). Ein bisschen Geld kostete das Ganze, und obendrein musste ich je 80 DM für jede der vier kleinen Prüfungen dieses EDV-Kurses bezahlen. Ich erinnere mich gerne an diese Zeit, auch weil man uns mit "debug" zeigte, wie eine Datei unter dBASE III+ aufgebaut ist. Was noch interessant ist: Man lehrte uns, wie man ein kleines "Arbeitsamt" aufbaut mit dem Datenbankprogramm. Das war sehr interessant.

Nun bin ich gedanklich bei 1995. Ich hatte schnell ein 3 1/2-Zoll-Diskettenlaufwerk drin bei mir. Und - das gab es schon lange auf Disketten dieser Größe - das Betriebssystem Novell-DOS 7. Was ich übte zu der Zeit, waren das Programmieren in C++ und 4DOS-Tricks.

Später - von März bis Oktober 1997 - programmierte ich das "COGPACK" nach, sogar mit "Kontrolle des Lernerfolgs". Alles in C++. Ich gewöhnte mir an, fast durchweg imperativ und prozedural zu programmieren, weniger objektorientiert. Ich hatte Spaß an den verschiedenen "Spielen" unter COGPACK und äffte diese nach, jedenfalls bis zu einem gewissen Grad. Außerdem programmierte ich ein bisschen "Elektronik", genauer gesagt "Digitaltechnik" oder "Logikgatter". Meine Programme wurden immer besser.


1999

In dieser Zeit beschäftigte ich mich mit Windows 98. Hauptsächlich war ich in Leer, und ich konnte auch immer wieder in BASIC und in C++ programmieren.

Im Laufe der weiteren Zeit in Leer (so ungefähr 1999) kaufte ich mir einen PC (Tower) mit Windows 98. Damals hatte ich zwei PCs, den alten und den neuen. Ich konnte in BASIC und in C++ programmieren. So als Hobby. Und wir machten Winbrick und Autorennen und solche spaßigen Dinge.

Das Hauptarbeitsfeld war in den Jahren 2000 bis 2004 die Programmiersprache C - eigentlich kannte ich ja schon C++, aber es gab eben einen Fernkurs für C. Den begann ich zu bearbeiten. Was mir damals negativ aufstieß, war, dass ich den Eindruck bekam, ich müsse vieles selbst wissen, was ich gar nicht wissen konnte! Das nervte mich, und ich gab auf, dieses C mit Fernkurs zu bearbeiten.

Später merkte ich, dass "Self-Directed-Learning" mir besser bekommt!